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Seit 2007 bin ich als Fotograf Teil des Festivals - In meiner Datenbank findet Ihr alle Dockville - Bilder; wenn Ihr über den Link auf der Dockville Homepage (http://msdockville.de/fotos) zu meiner Seite kommt, könnt Ihr Euch - nachdem Ihr Euch registriert habt - bis zu sechs Festival-Bilder am Tag aus meiner Datenbank herunterladen.

Ich freue mich, wenn Ihr mir an dockville@fanport.de einen Gruss schickt.
Bitte lest vor einem Download auch meine Nutzungsbedingungen.

und hier noch eine Kleinigkeit zum Festival:

Wer kennt die Rethe? Hier war lange Jahre ein städtebauliches nichts; ein Kanal, ein Hafenbecken. Hier gab es mal Gärten, aber die waren schon lange in Vergessenheit geraten, und die Industrie kam nicht, um die wild wuchernden Beeren und Obstbäume zu roden. Ein Urwald in der Stadt, eine unbesiedelte Landschaft, nicht leer – aber ohne Menschen. Nicht arm, sondern reich an Dingen, die ein Kind entdecken möchte: die Geheimpfade, die Brombeeren, das Wasser.

Das erste Dockville 2007 war ein kindlicher Entdecker, sich vortastend durch die Löcher in den Zäunen, auf das vielleicht verbotene Gelände – und wie ein Entdecken immer etwas langsames und vorsichtiges, etwas äußerst aufmerksames ist, so waren wir mit allen Sinnen offen für dieses Neue und Unbekannte, für den freien Raum. So das die Zeit langsam wurde und das Gefühl eintrat, das die, die mir im gleichen Raum begegneten, zwischen den Beeren, den alten, unnötigen Zäunen, keine Fremden mehr waren, sondern Entdecker und Spielgefährten in einem Spiel.

Dockville ist nur im Vordergrund ein Rockfestival, und wie bei jedem Rockfestival gibt es diese grosse Bühne mit der grossen Technik, und die Main-Acts und das Line-up. Es gibt die erste Reihe, und die Crowdsurfer und den Moshpit und jetzt auch Security -  Es kommen die, die Spass haben wollen, diejenigen, für die jedes Festival auch ein Spielplatz ist, eine Drei-Tages-Alternative zu einem alltäglichen Leben, und das ist ok so: Denn Rock n´Roll ist keine Musikrichtung, es ist eine Lebenshaltung, die sagt, das alles möglich sein kann, das alles passieren kann, in diesem einen Augenblick. Das Ticket zum Festival verspricht den Eintritt in dieses Leben – jedes etablierte Rockfestival verspricht das.

Und trotzdem ist Dockville das eigene geblieben, die Gelassenheit, etwas von dem freien Raum. Die handgemalten Schilder, die zur Bühne hinweisen, und die von ihr weg weisen – weg weisen zu den Rändern, in das Grenzland. Die Musik ist immer da, aber sie wird Begleiter, überall ist sie, während ich durch das Gelände gehe und wieder Entdecker werde. Und andere lösen sich aus der Masse vor der grossen Bühne und gehen mit mir, neben mir, vor mir, kommen mir entgegen. Entdecken eine Filmkulisse, das Wäldchen, dann den Kanal, den Hafen – vielleicht auch den Geruch des Wassers und des Sommers. Und schmecken wieder Brombeeren. Wild wachsende Brombeeren.


zufalldownload
Titel:
erstes Dockville - Festival am Reiherstieg
Erstellt:
17.08.2007
Datei:
sm_dockville_k_N5E2579.jpg
Film